Die Stiftung

Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter waren für Walther Blohm (1887-1963) eine wichtige Antwort auf die sich rasant wandelnden technischen Herausforderungen.

Im Andenken an ihn errichteten seine Frau und seine drei Kinder 1964 die Walther Blohm Stiftung mit dem Zweck der „Förderung des begabten Nachwuchses in der Luft- und Raumfahrttechnik“ durch die Gewährung von Beihilfen

a) zum Studium an Technischen Hochschulen und Fachhochschulen;
b) zur Weiterbildung von jungen Ingenieuren;
c) für Doktoranden;
d) zu Studienreisen, die der Weiterbildung dieses Personenkreises dienen.

Die Walther Blohm Stiftung soll helfen, dass auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt in Deutschland auch in Zukunft Spitzenleistungen erreicht werden.

Förderung bedürftiger und begabter Menschen

In den ersten zehn Jahren unterstützte die Stiftung mit einem jährlichen Gesamtvolumen von umgerechnet 25.000,00 bis 30.000,00 Euro bis zu 30 Personen, da die Hamburger Flugzeugbau GmbH (HFB), ab 1969 die Messerschmidt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB), große Zahlungen an die Stiftung leistete. Persönlichkeiten im Kuratorium und im Beirat der Stiftung aus dem Flugzeugbau, den Hochschulen, der Politik und der Wirtschaft Hamburgs ermittelten die begabten und bedürftigen Studenten für eine Ausbildung oder ein Studium. Mancher Stipendiat fand später eine Anstellung in leitenden Positionen des Flugzeugbaus oder der deutschen Wirtschaft, darunter auch Dr. Rüdiger Grube, derzeitig Chef der Deutschen Bahn.

Einen Einbruch im Fördervolumen erlebte die Arbeit der Walther Blohm Stiftung am Ende der 1970er Jahre, da es durch die BAföG-Förderung neue Möglichkeiten für bedürftige Studenten gab.

Veränderte Bedingungen erforderten Satzungsanpassung

Satzungsänderungen 1976 und 1997 passten sich der Entwicklung an. Die Vergabe von Preisen wurde in die Satzung aufgenommen und das Kuratorium und der Beirat durch einen Stiftungsvorstand ersetzt, dem heute leitende Angestellte und Professoren von Airbus, der HAW (Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau) und der TU Hamburg-Harburg angehören.

Preise und Stipendien – der Beitrag zur Walther Blohm Stiftung

Jährlich vergibt die Stiftung den Walther Blohm Förderpreis an den besten Absolventen der HAW, Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau, und den Walther Blohm Studienpreis an Studierende der TU Berlin, Fachrichtung Flugzeugbau, die eine ausgezeichnete Arbeit erstellt haben. Walther Blohm hatte dort 1914 sein Diplom-Examen im Maschinenbau abgelegt und wurde 1960 zum Ehrensenator der Universität ernannt.

Ihren Satzungszweck erfüllt die Walther Blohm Stiftung durch die Vergabe von Stipendien  als Anerkennung besonderer Leistungen. Die Förderung von Projekten, insbesondere wenn die Stipendiaten durch Auslandsaufenthalte besondere Qualifikationen erwerben, steht dabei im Vordergrund.

Drei Bilder: Flugzeug am Himmel, Turbine und Preisverleihung
A380, Flugzeugskizzen und Satellit